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Mir wänd, dass es guet chunnt

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Wir wollen das Bestreben nach einem ganzheitlich geplanten, lebenswerten Grubenacker in der ganzen Nachbarschaft sichtbar machen und damit zeigen, wie viele Menschen die solidarische Entwicklung im Sinne des Manifests unterstützen.

Gemeinsam erreichen wir das Ziel, dass an den Häusern und in den Gärten im Grubenacker 100 Fahnen für die Aktion “Mir wänd, dass es guet chunnt” hängen.

 

 

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WBG Grubenacker

Weshalb eine Wohnbaugenossenschaft im Grubenacker?

Die Stadt Zürich plant mit dem Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West eine Überbauung mit einer Ausnützungsziffer von rund 300%. Direkt anschliessend, zwischen Bahndamm und der neuen Überbauung befindet sich die bestehende Nachbarschaft Grubenacker mit einer Ausnützungsziffer von weniger als 50%. Dieser Masstabsprung ist viel zu gross.

Für die langfristige Entwicklung des Leutschenbach Quartiers wünschen wir uns Verdichtung mit Lebensqualität. Dazu wollen wir einen Beitrag leisten. Eine Möglichkeit ist die etappierte Verdichtung des gesamten Gebietes zwischen Thurgauerstrasse und Bahndamm.

Für die Entwicklung der Stadt Zürich, für Seebach und für das Quartier Leutschenbach: Die Planung darf nicht an der Grundstückgrenze aufhören. Wir nehmen eine Gesamtperspektive ein und setzen uns für einen kooperativen Planungsprozess ein. Wir sind Teil dieses Quartiers und wir wollen es solidarisch und nachhaltig mitentwickeln. Dies ist eine Chance, dass sich die bestehende Nachbarschaft langfristig zu einer urbanen Wohnlandschaft mit einer starken Identität entwickelt.

 

Quartierpark

Siegerprojekt-Quartierpark
Quartierpark Thurgauerstrasse West, Siegerprojekt „Terra Nova“ Quelle: Grün Stadt Zürich, Visualisierung Hager Partner AG Zürich

Am Montag 29. Oktober 2018 hat die Stadt Zürich zur Präsentation des Siegerprojekts für den Quartierpark Thurgauerstrasse West eingeladen. Im Bericht ist zu lesen: „Terra Nova überzeugte die Jury durch seine ruhige Ausstrahlung und Selbstverständlichkeit. Der stimmige und identitätsstiftende Entwurf setzt einen geeigneten und kräftigen Rahmen für ein hohes Mass an Flexibilität und Mitbestimmung der künftigen Nutzerinnen und Nutzer. Das Projekt hat sich über die Entwicklungsstrategie zur Mitwirkung mit dem Nutzungs- und Aneignungspotential sowie den Fragen nach den Identifikationsmöglichkeiten der NutzerInnen mit dem Park vertieft und glaubwürdig auseinandergesetzt.“

Wir hören das Versprechen Mitwirkung und sind gespannt, wie es weiter geht.

Keine Hochhäuser am Hardturm – Nach wie vor fünf an der Thurgauerstrasse

Gestern Donnerstagabend (30. August 2018) haben Mitglieder aus der Kerngruppe der IG Grubenacker ein rundes Dutzend Gemeinderätinnen und Gemeinderäte – vorwiegend Mitglieder der Hochbaukommission – über ihre Anliegen zur nachhaltigen Entwicklung des Grubenackerquartiers und ihre Vorschläge zu den Gestaltungsplänen „Thurgauer-strasse West“ informiert. Ebenfalls dabei waren rund 40 EinwohnerInnen aus dem Quartier. Sie haben damit einmal mehr eindrücklich zum Ausdruck gebracht, dass die EinwohnerInnen des Grubenackers geschlossen hinter ihren Anliegen stehen, die kurz zusammengefasst sind:

  • Ein städtebauliches Konzept, welches das ganze Gebiet zwischen Thurgauerstrasse und Bahnlinie umfasst inklusive einer Verkehrsplanung, welche den Auswirkungen des Gestaltungsplanes auf die umliegenden Gebiete Rechnung trägt.
  • Verzicht auf die geplanten Hochhäuser und massive Reduktion der Ausnützungsziffer.
  • Schaffen eines „Community Strip“ entlang der Grubenackerstrasse als vielseitig nutzbaren Freiraum zur Begegnung für die Einwohner der neuen und der bestehenden Wohngebäude.
  • Umsetzung des Leitbilds Ökologie / Vernetzung” der Stadt Zürich für das Entwicklungsgebiet Leutschenbach.
  • Zeitgemässe Partizipation für die Quartierbevölkerung.

Im Hinblick auf die Information der Mitglieder der Hochbaukommission hat die Kerngruppe der IG das Manifest zur nachhaltigen Entwicklung des Quartiers Grubenacker ergänzt und erweitert. Hier sind die Anliegen ausführlich dargestellt.

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Interessierte ZuhörerInnen beim Thema Freiräume und Natur

Nicht nur die ParlamentarierInnen hatten Fragen an die QuartiervertreterInnen. Aus dem Publikum war eine der brennenden Fragen an die SP-VertreterInnen, wie es nach der Lancierung der Initiative gegen die Hochhäuser am Hardturm mit den geplanten Hochhäusern an der Thurgauerstrasse weitergeht. Unterstützt die SP auch hier einen Verzicht? Enttäuscht wurde, wer einen einigermassen roten Faden in der Haltung der SP erwartet hat. Gemeinderat Florian Blättler: „Wir werden jeden Fall einzeln prüfen“. Statt zur Hochhausthematik klar Stellung zu beziehen oder wenigstens die Diskussion darüber zu führen, wie und wohin sich Zürich städtebaulich entwickeln soll (wie übrigens auch von Felix E. Müller in der NZZ am Sonntag vom 25.08.2018  vorgeschlagen), wird opportunistisch weitergeplant. Damit ist die Beliebigkeit vorprogrammiert: Ein Hochhaus da – Keines dort.

Damit ist das Ungemach vorprogrammiert. Seitens der SP ist also bezüglich eines Verzichts auf die Hochhäuser an der Thurgauerstrasse vorderhand keine Unterstützung zu erwarten.

Der Einsatz für ein nachhaltiges Grubenackerquartier zündet eine weitere Stufe – QuartierbewohnerInnen beabsichtigen eine Wohnbaugenossenschaft zu gründen

Seit Beginn der Testplanung für das Areal “Thurgauerstrasse West” fordern die EinwohnerInnen des Grubenackerquartiers, dass die Entwicklung von Bauten, Infrastruktur und Freiraum im ganzen Quartier – d.h. im Gestaltungsplangebiet und bestehenden Quartier – gleichzeitig geplant werden soll. Gleichzeitig haben sie von Anfang an ihren Willen ausgedrückt, aktiv an diesem Planungsprozess mitzuwirken. Zwischenzeitlich hat das Hochbaudepartement die Gestaltungspläne überarbeitet und als Weisung dem Gemeinderat zur Genehmigung zugestellt. Die überarbeiteten Gestaltungspläne nehmen den Impuls aus dem Quartier für ein Miteinander in der Planung mit keiner Silbe auf. Sie betonen unverändert das Nebeneinander von einem neuen Quartier auf dem Gestaltungsplangebiet und dem bestehenden Quartier. Lediglich der Übergang an der Nahtstelle wird etwas verträglicher gestaltet. Die Einwohner des bestehenden Quartiers sind überzeugt, dass damit die angestrebte Integration und Durchmischung im Quartier scheitern wird. Um ihren Anliegen ein noch stärkeres Gewicht zu geben, gründen die Quartierbewohner die Wohnbaugenossenschaft Grubenacker. Sie wird sich im Verbund mit anderen Genossenschaften in den weiteren Planungsprozess einbringen und aktiv an der Gestaltung des Areals Thurgauerstrasse West beteiligen. Weiter soll sie interessierten Grundeigentümern als Institution für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers dienen. Nachhaltig heisst auch, dass bei der Planung besser auf die Umgebung geachtet wird, so wie das eine kürzlich erschienene Publikation aus Architektur-Kreisen fordert. Damit wollen sie den Grundcharakter des Quartiers erhalten.

Argumente für die Gründung der WBG Grubenacker:

Die QuartierbewohnerInnen belegen mit der Gründung einer WBG, dass sie nicht gegen den gemeinnützigen Wohnungsbau an sich sind, sondern im Sinn einer vorausschauenden und nachhaltigen Quartierentwicklung einen Beitrag dazu leisten möchten. Sie drücken damit auch aus, dass sie keinen Graben zwischen den “schlechten, weil profitgierigen” Privateigentümern und den “guten, weil gemeinnützigen” Wohnbaugenossenschaften wollen.

Die WBG Grubenacker und damit die AnwohnerInnen können Projekte auf den Baufeldern im Gestaltungsplanperimeter einreichen, die auf einem Konzept basieren, das verträglich ist mit dem bestehenden Quartier.

Die Mitgliedschaft im Regionalverbandes Zürich von Wohnbaugenossenschaften Schweiz bietet die Möglichkeit zu weiterer Vernetzung und Unterstützung im Hinblick auf unseren Einsatz für eine verträgliche Entwicklung im Grubenackerquartier.

Die QuartierbewohnerInnen wollen nicht, dass ihr Wohnumfeld zwischen Hochhäusern und Bahndamm eingeklemmt werden. Dies vermindert die Wohnhygiene und als Folge die Bereitschaft, individuell in den weiteren Unterhalt der Gebäude zu investieren. Auf lange Frist besteht so das Risiko der Verödung des Quartiers, was die Lebensqualität weiter reduziert und die bestehenden Liegenschaften entwertet.

Genausowenig haben die QuartierbewohnerInnen ein Interesse daran, dass bei allfälligen Handänderungen Spekulationsgeschäfte stattfinden. Die absehbare Folge davon wäre eine unkoordinierte und unharmonische bauliche Entwicklung sprich ein architektonisches Durcheinander und/oder eine aufgrund von Einsprachen blockierte Entwicklung. Auch diese Konflikte würden zu einem Wertverlust der Liegenschaften führen. Das koordinierte, genossenschaftlich organisierte Vorgehen ist eine traditionelle, zweckmässige und sinnvolle Alternative. Zudem kann auf diese Weise die im Quartier verankerte Selbstbestimmung und Solidarität erhalten werden. Eine WBG ist daher neben dem sozialen Aspekt eine gute Form, den Grundstückwert langfristig zu erhalten.

Was im Rütihof geht, soll im Grubenacker nicht gehen? – Manifest für die nachhaltige Entwicklung unseres Quartiers

Nach der Lektüre des Züri Nord vom vergangenen Donnerstag (20. Juni 2018) wird sich manchEr EinwohnerIn des Grubeackerquartiers ungläubig die Augen gerieben haben. Da berichtet Pia Meier von einem Neuanfang für den Rütihof (dort wo der Ringling geplant war). In Workshops haben Quartierbevölkerung, Baugenossenschaften und die Stadt zehn städtebauliche und stadträumliche Grundsätze ausgearbeitet. Der Bericht ist hier zu finden.

In den Einwendungen zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse, in einer von über 500 Personen unterschriebenen Petition an den Gemeinderat und am runden Tisch vom Juni 2017 haben die EinwohnerInnen des Grubenackers ein solches Vorgehen für ihr Quartier gefordert. Bisher erfolglos. Mitte März hat der Stadtrat die geringfügig überarbeiteten Gestaltungspläne dem Gemeinderat überwiesen. Rund 20 QuartiereinwohnerInnen haben diese Weisung in 4 Arbeitsgruppen analysiert. Die wichtigsten Befunde sind in einem Manifest (Manifest_Grubenacker_v01) zusammengefasst. Das Dokument liegt der zuständigen Spezialkommission des Gemeinderats und der Presse vor. Es ist zu hoffen, dass die Anliegen endlich ernst genommen werden – insbesondere jenes nach stärkerem Einbezug der Quartierbevölkerung.

Weitere Unterlagen sind hier zu finden.

Man lese und staune

Im Bericht der NZZ vom 28. März 2018 zum neuen Fussballstadion (Das neue Fussballstadion ist akut gefährdet) liest man von der SP-Co-Präsidentin Gabriela Rothenfluh tatsächlich die Worte, die beiden Hochhäuser mit ihren verhältnismässig teuren Wohnungen seien weder für das Quartier noch für die Stadt ein Gewinn. Diese Aussage gilt aber wahrscheinlich nur im Zusammenhang mit Fussballstadien und nicht für gemeinnützige Wohnsiedlungen an städtischen Ausfallachsen wie z.B. an der Thurgauerstrasse 😉