Neuigkeiten

Die Ankündigung vom Boulevard…

… mit gemütlichen Cafés und beschaulichem Flanieren entlang der Thurgauerstrasse ist ein oft und von den Planern gerne bemühtes Bild, wenn es darum geht, die Vorzüge der Gestaltungspläne Thurgauerstrasse West hervorzuheben. Die Realität ist eine ganz andere und zeigt, dass dieser Plan nicht funktioniert: Schon vor einiger Zeit hat das bisher einzige und letzte Kaffee (Kafi Oerlikerhus) geschlossen. Neu befindet sich dort das, was wohl an einer städtischen Ausfallachse unvermeidliche und unaufhaltsame Realität ist: Ein Showroom für Luxuskarossen.

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Der neue Auto-Ausstellungsraum im früheren Kafi Oerlikerhus.

 

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Weisungen des Stadtrats zur Behandlung der Gestaltungspläne „Thurgauerstrasse West“ im Gemeinderat der Stadt Zürich

Zwischenzeitlich sind die Weisungen des Stadtrats auf dem Internet publiziert. Unter den Links sind die überarbeiteten Dokumente sowie der Bericht zur Behandlung der Einwendungen zu finden.

Gestaltungsplan Teil A + C-F (Wohngebiete)

Gestaltungsplan Teil B (Schulhaus)

Zonenplanänderung

 

Es geht weiter!

Der Stadtrat von Zürich hat heute dem Gemeinderat den überarbeiteten Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West übergeben.

Medienmitteilung der Stadt

Der Planungsprozess geht einen Schritt weiter und wir bekommen endlich Antworten zu unseren Forderungen. Dass es 15 Monate gedauert hat bis zur heutigen Medienorientierung werten wir als Erfolg. Unsere Anliegen haben Hand und Fuss, und sie werden ernst genommen. Die Stadt betont, dass sie uns in wesentlichen Punkten entgegen kommt: wir werden das genau prüfen und beurteilen.

So selbstsicher die Medienmitteilung daher kommt, so klar war an der heutigen Veranstaltung, dass die IG eine Herausforderung darstellt. Wir wurden mehrmals erwähnt, haben 68 Eingaben gemacht, während 11 Einzeleingaben gemacht wurden, zusammen waren es 210 Forderungen. Auf einige wesentliche Punkte sind die drei Stadträte Odermatt, Leupi und Leutenegger heute eingegangen. Wobei insbesondere die Argumente, wie Altersheime und Genossenschaftssiedlungen in Hochhäusern kostendeckend betrieben werden können mässig überzeugten. Im Gegenteil: die körpersprachliche Aussage „DAS GEHT NICHT“ drängte die verbalen Äusserungen komplett in den Hintergrund.

Wettbewerb Schulhaus: Präsentation der Siegerprojekte

Noch ist keine einzige der über 200 Einwendungen zu den Gestaltungsplänen Thurgauerstrasse West beantwortet. Noch ist unklar, wann der Gemeinderat über die Gestaltungspläne Thurgauerstrasse West beraten wird. Und noch in weiter Ferne steht das Resultat einer allfälligen Referendumsabstimmung. Trotzdem und wie wenn alles in Butter wäre, werden am kommenden Freitag, 8. Dezember 2017 die Gewinner des Architekturwettbewerbs vorgestellt. Die Quartierbevölkerung ist zur Besichtigung eingeladen. Es gibt nur eines: Hingehen und Fragen stellen!

Hier der Link zur Einladung: Einladung_Quartierführung_SA_Thurgauerstrasse

…und eine interessante Berichterstattung im Nachgang zum Schulhauswettbewerb:

Bericht in der Zeitschrift Hochparterre Anfangs 2018

Ein Kunstlager und Ateliers auf dem Gauss-Stierli Areal

Am 7. August 2017 hat die Stierli Real Estate AG orientiert, wofür die schon längere Zeit aufgestellten Baugespanne auf dem Gauss-Stierli Areal stehen: Für ein Kunstlager, für Ateliers und für einen Gastronomiebetrieb. In der denkmalgeschützten Fabrikhalle sind die Bauherren auf die verschiedenen Fragen zu Lärm, Feuerwehrzufahrt und Schattenwurf insbesondere aus dem Schärenfeldquartier eingegangen. Von der IG waren Regina Schlegel, Albert Frölich und Christian Häberli dabei.

In ihren Antworten legten die Referenten grossen Wert auf die Feststellung, dass die Neubebauung des Gauss-Stierli Areals „im Einklang“ mit den Quartierbewohnern erfolgen soll. Sie signalisierten Gesprächsbereitschaft, z.B. auch zu Baumpflanzungen entlang der Bahnlinie, um die Lärmreflexionen ins Grubenackerquartier hinein so gering wie möglich zu halten. Das Gauss-Stierli Areal liegt in einer Hochhauszone (maximale Höhe 52m). Die Bauherren bleiben bei der Regelbauweise (maximale Höhe 23 m). Als weitere positive Punkte hoben sie hervor: Der Boden im Areal wird saniert und es ist geplant, die SBB-Freileitung auf 200m in den Boden zu verlegen, was die Elektrosmogbelastung entsprechend reduzieren würde. Baubeginn soll Mitte 2019 sein – Dauer der Bauarbeiten 2 1/2 Jahre. Seitens IG haben wir den Bauherren ans Herz gelegt, darauf zu drängen, dass die Rad-/Fusswegunterführung zwischen Seebach und Grubenacker möglichst gleichzeitig mit dem Kunstlager gebaut werden soll. Die Stadt hat ein Wegrecht auf dem Areal für diese Rad- und Fusswegverbindung – allerdings sei die Realisierung dieser Verbindung eine der Unwägbarkeiten im Projekt, so die Bauherren.

So etwa sollen die neuen Gebäude vom Grubenacker aus gesehen in Zukunft etwa aussehen:

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Pathologische Ausnützungsziffer

Der Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West sieht eine Ausnützungsziffer von gegen 300% vor. Der Vergleich mit Wohnbausiedlungen der Stadt Zürich aus den letzten Jahren zeigt: Es handelt sich um ein Projekt im Problembereich! Wir sehen Spielraum nach unten und fordern eine Ausnützung von 130 – 150%. Wir befinden uns am Stadtrand, nicht in der Innenstadt. Sind die „unrentablen“ Nutzungen, Grünflächen und Strassenräume leere Versprechen? Die versprochene Lebensqualität für Zürich zwar ein Ziel, aber nicht für Seebach?

Ausnützung der Zürcher Wohnsiedlungen

Schweizweit sind die Gemeinden im Rahmen des Raumplanungsgesetzes angehalten in den bestehenden Bauzonen zu verdichten. In der Stadt Zürich sind praktisch keine unbebauten Parzellen mehr zur Bebauung vorhanden und somit wird die bauliche Verdichtung massiv vorangetrieben. Dies manifestiert sich konkret im veröffentlichten Gestaltungsplan zum Perimeter Thurgauerstrasse West. Hier sieht der Gestaltungsplan eine phänomenale Dichte von 275% vor, die durch die Setzung von 5 Hochhäusern von einmal  70, zwei mal 60 und zwei mal 30 Metern im Zusammenhang mit weiteren 4-6 geschossigen Bauten zustande kommt. Im Rahmen der städtebaulichen Nachbarschaft empfinden die in unserem Verein organisierten Nachbarn die Hochhauslösung als extrem störend und schlagen eine Bebauung vor die ohne Hochhäuser auskommt und sich in Bezug auf die Dichte an der Mehrheit der städtischen Wohnbausiedlungen orientiert.  Deren mittlere Ausnützung beträgt ca. 135%. Zwischen 275% und 135% sehen wir einen beachtlichen Spielraum den es auszuloten gilt. Zusätzlich zeigen namhafte Städteplaner und auch IG-interne Analysen dass auch ohne Hochhäuser beachtliche Ausnützungsziffern erreicht werden können ohne bei der Wohnqualität Abstriche zu machen. Wieso also Hochhäuser die einerseits die Fernsicht aus unseren Naherholungsräumen immer mehr verbauen und die Fernsicht einigen wenigen Privilegierten überlassen die sich Wohnungen ab dem 8. Stockwerk auf kosten Vieler leisten können und andererseits zur arealinternen und nachbarlichen Beschattung führen? Fraglich sind diese Hochhäuser auch aus ökonomischer Sicht da sich Ihre Finanzierung im Rahmen der geltenden Richtlinien der Wohnbauförderung des Kantons schwerlich subventionieren lassen.

Thematischer Link: https://www.nzz.ch/schweiz/verdichtung-ist-auch-eine-frage-des-massstabs-1.18139823

Der runde Tisch ist lanciert!

Am Donnerstag 8. Juni 2017 abends traf sich eine Delegation der IG, zusammen mit Vertretern des Quartiervereins bei der blauen Skulptur vor der Dorflinde. Sie besammelten sich vor dem runden Tisch mit den Stadträten Odermatt und Leupi sowie den Direktorinnen des Amts für Städtebau Kathrin Gügler und der Direktorin der Liegenschaftsverwaltung, Astrid Heymann. Unsere Forderungen waren klar:

  1. Eine Quartierplanung für das ganze Gebiet zwischen Thurgauerstrasse und Bahnlinie unter dem Leitmotiv „Smart City Grubenacker“, welche alle Interessen ausgewogen berücksichtigt und die auf eine zeitgemässe Art ausgearbeitet wird.
  2. Eine quartierverträgliche Überbauung des „Areals Thurgauerstrasse West“. Unter Quartierverträglich verstehen wir Verzicht auf Hochhäuser, aufgelockerte Bebauung entlang der Grubenackerstrasse und massive Senkung der Ausnützungsziffer.
  3. Hochwertige Freiräume unter Erhalt der bestehenden Gebäude und grossen Bäume im Gestaltungsplanperimeter.

Die Vertreter der Stadt haben die Forderungen entgegengenommen. Die Gesprächsatmosphäre war durchwegs konstruktiv. Die Vertreter der Stadt Zürich nehmen unsere Anliegen ernst, das ist gut. Wie weit sie konkret auf unsere Forderungen eingehen, bleibt abzuwarten.

Die Stadt hat Gesprächsbereitschaft gezeigt und in einzelnen Punkten Entgegenkommen in Aussicht gestellt. Spätestens im Herbst sollen weitere Gespräche und Informationsveranstaltungen stattfinden.

Diskrepanzen bleiben bei den Themen Hochhäuser und Ausnützungsziffer. Mit 270% liegt diese auf Rang 2 aller Überbauungen der letzten 10 Jahre. Die Ausnützungsziffer im Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West liegt im pathologischen Bereich und muss spürbar weiter gesenkt werden (siehe Grafik weiter unten) Überrascht hat uns das Argument der Stadträte, die Hochhäuser seien ja an der Thurgauerstrasse und deshalb für die Bewohner zwischen Grubenackerstrasse und Bahnlinie gar nicht so schlimm! Auch die Schattenwurfproblematik wurde kontrovers diskutiert. Ebenso haben die Stadträte kein Musikgehör für ein Planungs Time-out, wie von der IG Grubenacker in der Petition gefordert. In diesem Punkt zählt die IG darauf, dass der Gemeinderat rasch aktiv wird, an den sich die Petition richtet. Schliesslich sind es die VolksvertreterInnen, die dem Stadtrat und der Verwaltung die Aufträge erteilen.

Gespannt bleibt die IG, wie es mit der Passerelle über die Thurgauerstrasse und der Unterführung nach Seebach weiter geht. Die Erschliessung des Quartiers ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein weiteres Augenmerk werden wir auf den Lärmschutz im Zusammenhang mit dem Gestaltungsplan legen. Bei diesen Punkten haben die Stadträte zugesichert, dass sie die Anliegen aus dem Quartier mit in die weiteren Arbeiten nehmen. Zum Lärmschutz seien zudem weitere Abklärungen nötig, um der neusten Vollzugspraxis zu genügen.

Die Vertreter der IG am heutigen runden Tisch sind zuversichtlich, dass ein positiver Prozess gestartet wurde.

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Dramatik am Grubenacker – der runde Tisch ist lanciert

556 Unterschriften: Übergabe der Petition „Time-out im Grubenacker!“

Letzten Donnerstag, 1. Juni 2017, fanden sich gegen 5 Uhr immer mehr kleine und grosse QuartierbewohnerInnen bei der Kastanie im Zentrum des Grubenacker Quartiers ein. Der Anlass war: Die Übergabe der Petition „time-out im Grubenacker“ an den Gemeinderatspräsidenten Peter Küng.

IG Co-Präsident Christian Häberli begrüsste die gegen 40 Anwesenden und dankte dem höchsten Stadtzürcher sowie den vier weiteren Gemeinderäten für ihr Interesse an den Anliegen der Bevölkerung. Er fasste die drei Forderungen der Petition nochmals kurz zusammen. Erstens soll der Gemeinderat darüber wachen, dass der auf Forderung der IG zu Stande gekommene „Runde Tisch“ für die Quartierbewohner als Plattform für echte Mitwirkung gestaltet wird. Die Exekutive (der Stadtrat) soll die Chance für einen gelungenen runden Tisch nutzen. Es soll nicht das gleiche passieren wie z.B. im Hochschulquartier, als es nach dem runden Tisch nur negative Schlagzeilen in der Presse gab. Zweitens fordern die Quartierbewohner ein Time-out für den Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West. Im Sport will ein Team gewinnen. Das Ziel ist klar, das Time-out verschafft eine Verschnaufpause und – weitaus wichtiger –  die Gelegenheit, die Taktik und den Plan für den Sieg nochmals zu schärfen. Falls es dann noch Schlüsselspieler auszuwechseln gibt, kann das auch noch bei den Wahlen in einem Jahr erfolgen. Und drittens sollen keine weiteren Ausgaben für Planungsarbeiten bewilligt werden, bis verbindliche Gestaltungspläne vorliegen.
Zum Abschluss forderte Häberli die anwesenden Gemeinderäte auf, darüber nachzudenken und eine politische Diskussion zu starten, ob sich die Stadt Zürich auf ihrer letzten grossen Baulandreserve wirklich nichts Innovativeres fertig bringt als eine pathologisch verdichtete Wohnsiedlung mit Hochhäusern. Eine Siedlung die nota-bene auf eine nicht mehr zeitgemässe Art und Weise an den Quartierbewohnern vorbei geplant wurde. Er forderte die Volksvertreter auf, sich dafür einzusetzen, dass das Grubenacker Quartier in einem zeitgemässen Mitwirkungsverfahren gemeinsam mit den EinwohnerInnen zu einem modernen Stadtteil weiter entwickelt wird. Dies würde dem Anspruch von Zürich als fortschrittliche Stadt mit sehr hoher Lebensqualität jedenfalls besser anstehen als eine phanatasiearme „gäng-wie-gäng“ Siedlung.  Er bekräftigte, dass wie Quartierbewohner-Innen sich am runden Tisch daran beteiligen wollen, die Vision eines modernen Quartiers zu schärfen und die wertvolle Landreserve für ein Leuchtturm-Projekt des 21. Jahrhunderts zu nutzen! Die Anwesenden haben dieses Anliegen mit kräftigem Applaus unterstützt.

In seiner Antwort bedankte sich Peter Küng sich bei den QuartierbewohnerInnen. Es sei eine seltene Gelegenheit für ihn, ein Anliegen der Bevölkerung direkt in Form einer Petition entgegen nehmen zu können. Zudem estimiert er, dass das Sammeln von 556 Unterschriften in gut einem Monat ein starkes Zeichen ist und den Zusammenhalt im Quartier belegt. Der Gemeinderat nimmt unsere Petition entgegen und wird sie in den Kommissionen und Fraktionen behandeln.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es einen Apéro und viele Gespräche bei sommerlich guter Stimmung.

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Grosser Aufmarsch beim Quartier Kastanienbaum im Grubenacker