556 Unterschriften: Übergabe der Petition „Time-out im Grubenacker!“

Letzten Donnerstag, 1. Juni 2017, fanden sich gegen 5 Uhr immer mehr kleine und grosse QuartierbewohnerInnen bei der Kastanie im Zentrum des Grubenacker Quartiers ein. Der Anlass war: Die Übergabe der Petition „time-out im Grubenacker“ an den Gemeinderatspräsidenten Peter Küng.

IG Co-Präsident Christian Häberli begrüsste die gegen 40 Anwesenden und dankte dem höchsten Stadtzürcher sowie den vier weiteren Gemeinderäten für ihr Interesse an den Anliegen der Bevölkerung. Er fasste die drei Forderungen der Petition nochmals kurz zusammen. Erstens soll der Gemeinderat darüber wachen, dass der auf Forderung der IG zu Stande gekommene „Runde Tisch“ für die Quartierbewohner als Plattform für echte Mitwirkung gestaltet wird. Die Exekutive (der Stadtrat) soll die Chance für einen gelungenen runden Tisch nutzen. Es soll nicht das gleiche passieren wie z.B. im Hochschulquartier, als es nach dem runden Tisch nur negative Schlagzeilen in der Presse gab. Zweitens fordern die Quartierbewohner ein Time-out für den Gestaltungsplan Thurgauerstrasse West. Im Sport will ein Team gewinnen. Das Ziel ist klar, das Time-out verschafft eine Verschnaufpause und – weitaus wichtiger –  die Gelegenheit, die Taktik und den Plan für den Sieg nochmals zu schärfen. Falls es dann noch Schlüsselspieler auszuwechseln gibt, kann das auch noch bei den Wahlen in einem Jahr erfolgen. Und drittens sollen keine weiteren Ausgaben für Planungsarbeiten bewilligt werden, bis verbindliche Gestaltungspläne vorliegen.
Zum Abschluss forderte Häberli die anwesenden Gemeinderäte auf, darüber nachzudenken und eine politische Diskussion zu starten, ob sich die Stadt Zürich auf ihrer letzten grossen Baulandreserve wirklich nichts Innovativeres fertig bringt als eine pathologisch verdichtete Wohnsiedlung mit Hochhäusern. Eine Siedlung die nota-bene auf eine nicht mehr zeitgemässe Art und Weise an den Quartierbewohnern vorbei geplant wurde. Er forderte die Volksvertreter auf, sich dafür einzusetzen, dass das Grubenacker Quartier in einem zeitgemässen Mitwirkungsverfahren gemeinsam mit den EinwohnerInnen zu einem modernen Stadtteil weiter entwickelt wird. Dies würde dem Anspruch von Zürich als fortschrittliche Stadt mit sehr hoher Lebensqualität jedenfalls besser anstehen als eine phanatasiearme „gäng-wie-gäng“ Siedlung.  Er bekräftigte, dass wie Quartierbewohner-Innen sich am runden Tisch daran beteiligen wollen, die Vision eines modernen Quartiers zu schärfen und die wertvolle Landreserve für ein Leuchtturm-Projekt des 21. Jahrhunderts zu nutzen! Die Anwesenden haben dieses Anliegen mit kräftigem Applaus unterstützt.

In seiner Antwort bedankte sich Peter Küng sich bei den QuartierbewohnerInnen. Es sei eine seltene Gelegenheit für ihn, ein Anliegen der Bevölkerung direkt in Form einer Petition entgegen nehmen zu können. Zudem estimiert er, dass das Sammeln von 556 Unterschriften in gut einem Monat ein starkes Zeichen ist und den Zusammenhalt im Quartier belegt. Der Gemeinderat nimmt unsere Petition entgegen und wird sie in den Kommissionen und Fraktionen behandeln.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es einen Apéro und viele Gespräche bei sommerlich guter Stimmung.

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Grosser Aufmarsch beim Quartier Kastanienbaum im Grubenacker